Evolution ist fortdauerende Schöpfung

Kein Segen für Tierleid

07.04.2014
Pressemeldung der Aktion Kirche und Tiere (AKUT) e.V. vom 7. April 2014, Pfarrer Dr. U. Seidel, 1. Vorsitzender

Zu Ostern feiert die Christenheit in den Gottesdiensten die Auferstehung von Jesus Christus vom Tode. Die kirchliche Tradition symbolisiert das Osterereignis durch ein Lamm, das dem Schlächter ausgeliefert, nun den Sieg des Lebens davon trägt. In Kirche und Gesellschaft ist dieses Fest oft verbunden mit üppigem Essen und aus dem Freudenfest der Menschen wird ein Blutbad für die Tiere.
Die Aktion „Kein Segen für Tierleid“ weist auf diesen Gegensatz hin und fordert Mitgefühl für die Tiere ein, die ebenfalls Gottes Geschöpfe und tief mit uns verwandt sind. Am Ostersonntag finden in vielen Großstädten Mahnwachen von Tierrechtsgruppen vor Kirchen statt, die von den Kirchen Engagement für die leidende Tierwelt einfordern.

Über die Wahrnehmungen kommen wir Menschen nicht hinaus

Über die Wahrnehmungen kommen wir Menschen nicht hinaus

17.08.2013 Prof. Klaus-Peter Jörns

Biblische und andere heilige Schriften sind keine Diktate Gottes. Kein biblischer Text ist kodifiziertes »Wort Gottes«. An keiner Stelle. Das zu sagen, heißt aber auch zu fordern, daß Kirche und Theologie in Zukunft damit aufhören müssen, eigene Bibelinterpretationen oder -zitate als Gottesworte zu bezeichnen.

Evolutionäres Verständnis von Pflanzen, Tieren und Menschen im Blick auf "Seele"

Evolutionäres Verständnis von Pflanzen, Tieren und Menschen im Blick auf "Seele"

02.08.2013 Prof Klaus-Peter Jörns

Wir können „natürlich“ davon ausgehen, dass Tiere „eine Seele haben“. Was diese fast dinglich klingende Aussage besagt, muss ich erklären. Für mich benennt „Seele“ nicht einen Gegenstand, sondern die Gottesbeziehung von Lebewesen. Alle Lebewesen aber sind entstanden als Gestaltwerdungen von Geist. „Geist“ ist die ungeheuer verdichtete Quanteninformation am Anfang von allem, die sich seit dem „Urknall“ entfaltet hat in der Vielfalt der Lebensgestalten. Diese sind alle sterblich.

Wir Menschen, das Böse und die Sünde

Wir Menschen, das Böse und die Sünde

01.06.2013 Prof. Klaus-Peter Jörns

Einem Berliner Pfarrer wurde, nachdem er die Schöpfungsgeschichte behandelt hatte, in der nächsten Konfirmandenstunde von einem Buben mitgeteilt, wie sein Vater auf den „biblischen Quatsch“ reagiert hatte: „Sag dem Pfarrer: Wir stammen vom Affen ab.“ Darauf soll dieser geantwortet haben: „In Eure Familienangelegenheiten mische ich mich nicht ein!“ Pfiffig gekontert? Wir können über die Antwort nur dann richtig lachen, wenn wir die apologetische Absicht des Witzes teilen: uns die lästige evolutive Herkunft vom Hals zu halten, um ungestört bei der biblischen bleiben zu können, in der wir von Gott direkt und unmittelbar - also entwicklungslos und fertig und mit „sehr gut“ bewertet - als Krone der Schöpfung geschaffen worden sind.

Evolution als Schöpfung ist ein fortdauerndes Geschehen

Evolution als Schöpfung ist ein fortdauerndes Geschehen

21.01.2013 Prof. Klaus-Peter Jörns

Dass in der Rubrik-Überschrift die „Evolution“ vor dem Wort „Schöpfung“ steht, hat mit der „Reichweite“ dieser Begriffe zu tun. „Schöpfung“ bezieht sich in der Bibel (1. Buch Mose 1,1) auf „Himmel und Erde“. „Himmel und Erde“ aber nennen nichts anderes als die den Blick nach oben und unten begrenzenden „Flächen“, die am Horizont scheinbar zusammenfließen ...