Konfirmanden (KU 8) Welche Regeln ermöglichen ein gelingendes Miteinander?

Administrator (admin) on 17.03.2020

Anregungen zu 5 Mo 5, 6-21: Spielzugang

Skizze eines Zugangs:

Dass es um die Zehn Gebote gehen wird, bleibt den Jugendlichen zunächst verborgen. Begonnen wird mit einem Spiel für 2 oder 4 Gruppen. (Die Ersterprobung des Zugangs erfolgte in einem KU-Jahrgang von 22 Jugendlichen: deshalb wurden 4 Gruppen gebildet) ...

Nach der Gruppeneinteilung (Eddings und DIN A 4 Blätter) wird die Fiktion in den Raum gestellt, es sei ein neuer Kontinent, eine große Insel, aufgetaucht, die nun besiedelt werden könne. Die Gruppen stellen die Siedler dar, deren Aufgabe es ist, sich miteinander auf Regeln zu einigen, die ein gedeihliches Zusammenleben ermöglichen.

Runde 1: Die Gruppen bekommen 10-15 Minuten Zeit, um sich ein „Grundgesetz“ zu geben. Jede Regel soll auf ein Blatt geschrieben werden.

Runde 2 (ca. 10 Minuten): Je zwei Gruppen setzen sich zusammen: Sie sollen zu ihren 20 Regeln austauschen und - miteinander diskutierend – sich nun auf 10 gemeinsame Regeln der Großgruppe einigen: Dabei fallen bisherige Regeln ganz raus oder werden in umfassendere Regeln integriert.

Runde 3 (ca. 10 Minuten): Jetzt treffen sich beide Großgruppen (= Plenum) und reduzieren die aus Runde 2 mitgebrachten 20 Regeln auf insgesamt 10 Regeln.

(Regeln der Konfis bei der Ersterprobung: ab 12 erwachsen sein, jeder Erwachsene muss arbeiten, illegaler Waffen- oder Drogenbesitz sind verboten, Naturschutz, Frieden, keine Gewalt, Demokratie, Gleichberechtigung, nicht töten, nicht stehlen, Religionsfreiheit),

Kreisgespräch: Die Blätter mit den 10 Regeln liegen in der Mitte: Die Jugendlichen begründen, warum ihnen diese Regeln für das Zusammenleben am wichtigsten erscheinen.

(Mögliche Vertiefung: 10 andersfarbige Papiere mit knappen zentralen Formulierungen des Grundgesetzes der BRD werden in den Kreis gelegt und in die Diskussion einbezogen)

Auf wiederum andersfarbigen Papieren werden die Zehn Gebote aus 5 Mo 5, 6-21 in die Mitte eingebracht: Übereinstimmungen und Unterschiede werden festgestellt

  • durch Einbringen des sozialgeschichtlichen Hintergrunds des Rechtswesens im frühen Israel wird zu den Unterschieden Stellung genommen, Erklärungen geliefert (patriarchale Großfamilien, Ackerbau + Viehzucht, poly-theistisches Umfeld mit Verehrung von Statuen)
  • Mose-Geschichten zur Gesetzgebung als Gründungslegende einbringen

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