Infos aus der Regionalgruppe Dortmund-NRW

Administrator (admin) on 25.02.2018

Friedrich Laker

Hier sind zwei Papiere, die wir in der Regionalgruppe Dortmund-NRW diskutiert haben. Die Anmerkungen zur Zusammenstellung der Glaubensaussagen von Mitgliedern der Gesellschaft sind eine interessante Analyse und Zusammenfassung von möglichen Konsequenzen für die künftige Arbeit der Gesellschaft. Die Anmerkungen sind in dieser Weise von einer Kleingruppe der Regionalgruppe zusammengestellt worden.

Die Zusammenfassung der Hauptaussagen des Kapitels 1 vom „Update“ von Klaus-Peter Jörns stammt von Martin Erdmann.

Die Regionalgruppe Dortmund-NRW hat beschlossen, sowohl einen Stand der Gesellschaft auf dem Markt der Möglichkeiten beim Ev. Kirchentag in Dortmund im Mai 2019 zu organisieren als auch einen Workshop und einen Bühnenauftritt in der entsprechenden Halle des Marktes der Möglichkeiten. Ich werde beides anmelden beim Kirchentag, sobald das im Frühjahr möglich ist.

Eine interessante aktuelle Erfahrung möchte ich euch noch mitteilen:

Wir versuchen in Dortmund ja seit einigen Jahren einen neuen reformerischen Ansatz zu betreiben, Menschen, die sich von der Kirche weitgehend distanziert haben, über zentrale Fragen von Leben und Glauben, wieder in den Dialog zu bekommen. Dies gelingt  mittlerweile mit recht gutem Erfolg! Ausgangspunkt waren und sind philosophische Abende, bei denen in großer Runde Themen des Lebens im Schnittpunkt zwischen Philosophie – Wissenschaft  – Theologie offen und kontrovers diskutiert werden. Es kommen zu diesen
Abenden Menschen ganz unterschiedlicher Weltanschauungen. Darüber hinaus gründeten wir einen Gesprächskreis über Leben und Glauben in unserer Zeit, der sehr kritisch zentrale biblische Aussagen und Kirchenlehren diskutiert. Beide Kreise diskutieren Themen, die zum Teil auch in der Regionalgruppe unserer Gesellschaft von großem Interesse waren bzw. sind.

Zuletzt waren es Themen wie „Bewusstsein und Spiritualität“, „Nahtoderfahrungen und Quantenphysik“. Zum letzteren haben wir eine Vortragsveranstaltung mit Prof. Dr. Andreas Neyer (TU Dortmund) durchgeführt. Auf seiner Internetseite kann man die Folien seines Vortrags als pdf abrufen (www.andreas-neyer.de <http://www.andreas-neyer.de>  ). Die Pauluskirche war voll! Es waren sicherlich 180 Menschen da, sehr unterschiedlichen Alters, ein spürbar junger Anteil darunter. Die Besucher äußerten ihre Begeisterung darüber, dass die Kirche endlich die Frage nach dem Tod und dem Leben nach dem Tod anders als bisher aufgreift und in den als inspirierend erlebten Dialog mit Wissenschaft und Philosophie geht. Eine spannende Entwicklung ganz anderer Gemeindearbeit hier! Ich berichte euch davon ausführlicher, weil ich denke, dass darin tatsächlich auch ein Potential für die weitere Arbeit unserer Gesellschaft liegt.

Hier vor Ort denken wir zurzeit darüber nach, ob es sich nicht lohnt, ein „Zentrum für Philosophie und Spiritualität“ ins Leben zu rufen, unter dessen Dach wir die  unterschiedlichen Kreise, Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen stellen könnten. Auch die Verzahnung der Regionalgruppe mit den anderen Gruppen könnten wir hier noch weiter
vorantreiben.

Soweit für diesmal. Habe mich ja zwischenzeitlich länger nicht mehr gemeldet… Das hatte aber gerade auch mit der Vielzahl der Aufgaben (auf meiner halben Stelle) zu tun. Wir  betreiben ja so ganz nebenher noch eine Kulturkirche mit ca. 80 Kulturveranstaltungen pro Jahr…

Es ist alles sehr spannend und auch für mich persönlich inspirierend. Die Kunst und größte Herausforderung liegt nun darin, das, was sich entwickelt, auf zusätzliche Füße zu stellen (außerhalb derer von meiner Frau und mir) – gerade damit Nachhaltigkeit entsteht. Das Ehrenamt allein kommt da an seine Grenzen. Wir brauchen auch öffentliche  Bezuschussungen. Da machen wir uns zurzeit auf den Weg.

Herzliche Grüße aus Dortmund,
Friedrich

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