Feier der Lebensgaben Gottes

Administrator (admin) on 20.04.2018

Klaus-Peter Jörns

Link zur Feier der Lebensgaben beim Tischabendmahl am Gründonnerstag 2018 in Berg von Klaus-Peter Jörns

Liturgie für einen Gottesdienst, der als wesentliche Teilschritte enthält:

  • Lobpreis Gottes mit einem Lobpreis des Lichtes
  • Lesung und Predigt
  • Unser-Vater, Schuldeingeständnis und wechselseitige Lossprechung
  • Abendmahl bzw. Eucharistie als Feier der Lebensgaben Gottes (keine Sühnetheologie)
  • Kreuzesmeditation und Fürbitten
  • Sendung und Seligpreisungen

 

 

Gottesdienst mit wechsel­seiti­ger Lossprechung und Feier der Lebensgaben Gottes (Abendmahl)

Eröffnung

Musik

Liturg/in: Begrüßung, Abkündigungen, Votum

Eingangslied

 

Hereintragen und Lobpreisen des Lichtes

begleitet von einem passenden Lied wie „Du Licht des Morgens, Halleluja“ (J. Zink / H. J. Hufeisen)

Liturg/in: Wir danken dir für das Licht, die Quelle des Lebens. Du bist Licht und erleuchtest uns, damit es hell werde in uns und wir für einander Licht sein können.

(oder ein passender biblischer oder nichtbiblischer Lobpreis)

 

Wort und Antwort

Liturg/in: Evangelium

Credolied

oder Credo und Lied

Predigt

Lied

 

Lossprechung (Vergebung) als Friedensdienst

Liturg/in: Durch die Taufe sind wir nach dem Zeugnis unserer Kirche berufen worden, Gott und dem Leben zu dienen. Wir nehmen diesen Dienst gemeinsam wahr, indem wir beten, wie Jesus uns beten gelehrt hat:

Liturg/in und Gemeinde: Unser Vater im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel, so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung. Sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Liturg/in und Gemeinde: Amen

Liturg/in: Aus Liebe hat uns Gott geschaffen. Zusammen mit allen anderen Geschöpfen haben wir Anteil an seinem Leben. Wenn wir Gott darum bitten, vergibt uns Gott allein um seiner Liebe willen, was wir unseren Mitgeschöpfen schuldig bleiben. Das verkündi­gen wir als christliche Gemeinde.

Damit Gottes Vergebung in uns allen zu einer be­frei­enden Wirklichkeit wird und Frieden stiften kann, laßt uns einander nun unsere Schuld eingestehen und Gottes Vergebung zusprechen.

(Andere/r Liturg/in)*[1] Denn nach dem Zeugnis des Johannes­evangeliums hat der auferstandene Jesus Christus die ihm nachfolgten mit heiligem Geist begabt und zur Vergebung der Sünden bevollmächtigt, indem er sprach: „Frieden sei mit euch. Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Und nachdem er dies gesagt hatte, hauchte er sie an und sprach zu ihnen: Empfanget heiligen Geist! Wenn ihr jemandem die Sünden vergebt, sind sie ihm vergeben.“

(Die Gemeinde stellt sich so auf, dass jede/r ein Gegenüber hat und sich dadurch zwei Gruppen bilden)

Gruppe 1: Ich bekenne vor Gott und euch, liebe Schwestern und Brüder, dass ich Gott und Menschen, aber auch anderen Mitgeschöpfen, Ehrfurcht (Achtung)* und Liebe schuldig geblieben bin. Ich habe es an Phantasie für das Leben und an Mut zur Wahrheit fehlen lassen.

(Es folgt ein stilles Bekenntnis. Danach gemeinsam weiter:)

Ich bitte euch, mir im Namen Gottes zu vergeben.

Gruppe 2: Um der Liebe Gottes willen sprechen wir euch die Vergebung eurer Sünden zu. Gehet hin und versöhnt euch, wo ihr mit anderen in Unfrieden lebt. Bittet um Vergebung und vergebt, wenn ihr darum gebeten werdet.

Gruppe 1: Amen.

Gruppe 2: Ich bekenne vor Gott und euch, liebe Schwestern und Brüder, dass ich Gott und Menschen, aber auch anderen Mitgeschöpfen, Ehrfurcht (Achtung)* und Liebe schuldig geblieben bin. Ich habe es an Phantasie für das Leben und an Mut zur Wahrheit fehlen lassen.

(Es folgt ein stilles Bekenntnis. Danach gemeinsam weiter:)

Ich bitte euch, mir im Namen Gottes zu vergeben.

Gruppe 1: Um der Liebe Gottes willen sprechen wir euch die Vergebung eurer Sünden zu. Gehet hin und versöhnt euch, wo ihr mit anderen in Unfrieden lebt. Bittet um Vergebung und vergebt, wenn ihr darum gebeten werdet.

Gruppe 2: Amen.

Liturg/in: Wir danken dir, Gott, dass die Vergebung Brücken schafft, über die wir wieder zu einander finden können. Wo es uns schwer fällt, um Vergebung zu bitten oder zu vergeben, lass uns von Jesus lernen.

Hier kann jeder/jede anderen ein Zeichen des Friedens, der Nähe oder auch der persönlichen Versöhnung geben

 

Lied (Melodie: EG 190.2, Text: K.-P. Jörns):

Jesus, geistgeboren, offenbarst: Gott liebt die Welt. Wir sind geborgen.

Jesus, hingerichtet, brichst die Herrschaft der Gewalt am Ostermorgen.

Jesus, auferstanden, zeigst: der Gott der Schöpfung wirkt / auch im Tod verborgen.

 

Feier der Lebensgaben Gottes – Abendmahl bzw. Eucharistie

Im Leben und im Sterben brauchen wir die Gewissheit, dass Gott mit uns ist. Lasst uns Gott Dank sagen für die leiblichen und geistlichen Gaben, mit denen er uns erhalten und erfreuen will – so, wie Jesus es tat, wenn er mit seinen Weggefährten das Mahl gehalten hat.

*Dann nahm er Brot, dankte, brach es, gab es ihnen und sprach: Nehmt und esst Brot des Lebens. Das bin ich für euch. Und durch mich seid ihr miteinander verbunden, ein Leib. Nach dem Mahl nahm er den Kelch mit Wein, sprach das Dankgebet, gab ihnen den, und sie tranken alle daraus.“*


Brot, Wein und Blumen werden nacheinander zum Altar getragen. Während des Herzutragens wird jeweils die Taizé-Strophe „Oculi nostri ad dominum deum“ gesungen, und die Gaben werden (von unterschiedlichen Personen)* mit den folgenden eucharistischen Gebeten empfangen:

Wir danken dir für das Brot des Lebens. Du hast es uns als leibliche und geistliche Speise gegeben. Hilf uns, diese Erde zu bewahren, damit Menschen überall das tägliche Brot für Leib und Seele finden.


Wir danken dir für die Frucht des Weinstocks. Im Kelch mit Wein fühlen und schmecken wir deine Nähe. Wie aus Trauben Wein geworden ist, der unser Herz erfreut, so lass die Religionen der Erde deine Liebe zum Leben bezeugen, damit alle Menschen Frieden und Geborgenheit finden.

Wir danken dir für die Blumen und alle anderen Pflanzen. Sie geben uns Farben und Formen, die uns erfreuen, und Luft zum Atmen. Und wir danken Dir für die Tiere, unsere Mitgeschöpfe auf dieser Erde. Wir preisen das Wunder des Lebens, das du durch die Kraft deines Geistes täglich schaffst und erhältst, und das sich in Kunst und Musik spiegelt. Und wir danken dir dafür, dass du uns würdigst, deine Schöpfung zu bewahren.

Schließlich sagen wir dir Dank für das Leben Jesu. Von ihm wissen wir, dass deine Liebe durch nichts bedingt und begrenzt ist. Sie ist der Grund deiner Gerechtigkeit und kann das schwere Leben und unsere Seelen leicht machen. Wenn wir sterben, wirst du uns durch deinen Geist in eine neue Gestalt von Leben verwandeln.

Gemeinde und Liturg/in: Wir glauben: Gott ist Liebe. Wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. Wir glauben: Liebe ist stärker als der Tod.

*Liturg/in: Diese Wahrheit ist offenbar geworden, als Jesu Jünger­innen und Jünger am Ostermorgen dem Auferstandenen in ihrem Leben begegnet sind. Er ist auch in unserer Mitte lebendig. An seiner Auferstehung haben wir Anteil und werden selbst durch unseren Tod hindurch im Leben bleiben.*

 

Kreuzesmeditation und Fürbitten

Liturg/in: In dieser Gewissheit blicken wir, Gott, auf den am Kreuz leidenden Jesus und vertrauen alle, die gelitten haben oder heute leiden wie er, deiner Liebe an.

Hier werden die gegenwärtig in der Gemeinde und in der Welt Leidenden genannt, aber auch alle, die heute auf irgendeine Weise gekreuzigt werden, Menschen und andere Mitgeschöpfe.

Wir bitten dich: Lass die Schreie deiner Geschöpfe gehört und alle Verzweiflung gestillt werden. Trockne alle Tränen und komme uns als das große Osterlicht entgegen, jetzt, und wenn wir sterben müssen.

Liturg/in und Gemeinde singen: Kyrie eleison! 

Kommunion

Liturg/in: Kommt nun, denn es ist alles bereit. Schmeckt und seht, wie freundlich Gott ist.

Die Kommunikanten und Kommunikantinnen reichen sich Brotschale und Kelch weiter, nachdem sie selbst Brot und Wein genommen haben, und sprechen dabei einander zu: „Brot des Lebens für dich“ und „Gottes Liebe für dich.“


Während der Austeilung wird ein möglichst allen bekanntes Lied gespielt oder paraphrasiert, wie „Wenn das Brot, das wir teilen, als Rose blüht“, das auch spontan mitgesungen werden kann.


Liturg/in: Dankgebet nach der Kommunion

 

Sendung, verbunden mit der Bitte um Segen

*Liturg/in: Jesus hat uns zu Kindern Gottes gemacht und berufen in Gottes Dienst am Leben. Mit den Seligpreisungen der Bergpredigt macht er uns Mut, seinen Weg in unserer Zeit zu gehen:

 

„Selig sind, die nicht am Geld hängen. Ihr Leben wird reich sein.

Selig sind, die jetzt trauern und weinen. Sie werden Trost finden und wieder lachen können.

Selig sind die Sanftmütigen. Sie werden im Land den Ton angeben.

Selig sind, die nach Gerechtigkeit hungern. Sie sollen satt werden.

Selig sind die Barmherzigen. Sie werden Barmher­zig­keit erfahren.

Selig sind die Herzlichen. Sie werden Gott schauen.

Selig sind, die Frieden stiften. Sie werden Söhne und Töchter Gottes heißen.“*

 

Segensbitte, gesprochen oder gesungen

Lied

Musik

Klaus-Peter Jörns 2012 (s. auch http://www.klaus-peter-joerns.de)


[1] Mit * oder ** gekennzeichnete Stücke sind fakultativ gedacht.

 

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