Abschlussgedicht

Administrator (admin) on 19.06.2013

Abschluß der Tagung der „Gesellschaft für eine Glaubensreform“ in Schloß Fürstenried am 19. Juni 2013

nach der „Legende von der Entstehung des Buches Tao te king des Lao Tse auf dem Weg in die Emigration“ von Bertold Brecht

 

Herrn Professor Jörns herzlich zu danken
leih` ich mir die Metrik aus von Brecht,
- über Lao Tse machte der sich Gedanken -
dieser Rhythmus wär für Sie nicht schlecht,
sondern doch gerade recht.

Siebzig sind Sie zwar, doch nicht gebrechlich,
und Sie sehnen sich auch nicht nach Ruh`.
Eines Tages dachten Sie tatsächlich:
„eine Glaubensreform wär der Clou!“
Na, gedacht, getan, nur zu!

Nach Schloß Fürstenried aus weiten Landen
lockten Sie der Int`ressenten viel,
die Sie schon aus Ihren Büchern kannten:
die Reform des Glaubens war das Ziel,
wahrlich nicht ein Kinderspiel!

Unschlagbar die guten Referenten:
Mit Hubertus Halbfas` Kompetenz
für die Jugend und auch die Studenten
stand Ihr Vortrag nicht in Konkurrenz;
da ja beides glänzt!

Hermeneutik hob der Bibel Schätze,
Exegese traf Psychologie.
Wuchtige und einfühlsame Sätze
„Tierethik und Anthropologie“
bot uns wieder Ihr Genie.

Viele Fragen dann und Diskussionen,
moderiert mit Verve und mit Niveau,
theologisch hört man von Visionen,
- eine Gruppe bildet sich nur so! -
ich sag dazu nur: Chapeau!
 
Hier die schöne Andacht zu erwähnen
und auch das Konzert mit Witz und Charme
zu vergessen müsste ich mich schämen.
Später wird`s im Haus der Religionen warm
bald für alle, reich und arm.

Nicht zuletzt den Gottesdienst zu loben
gilt es heute, den Sie uns beschert;
Ihre Liturgie, die hat verwoben,
was so viele hier schon lang begehrt:
jetzt ist`s endlich uns gewährt!

Guter Gott, wir danken Dir von Herzen,
Du warst hier, das haben wir gespürt.
Vieles leuchtete für uns wie Kerzen,
Du hast die Gemeinschaft wohl geführt
und uns sehr berührt.

Endlich sind die Weisen hoch zu preisen,
deren Name auf dem Buche prangt.
Doch den Weisen muß die Weisheit man entreißen.
Darum sei den Teilnehmern gedankt:
Ihr habt`s ihnen abverlangt!

Ilse Zilch-Döpke

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