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Väter - geliebt, gehasst, bewundert

01.03.2016
Aktuelles >>

Sendung am Fr. 4.3.16 um 22.00 Uhr,

Wiederholungen am Sa. 5.3. um 10.45 Uhr und am Fr. 11.3. um 1.45 Uhr im SWR - Fernsehen


Der Vater ist längst mehr als nur Erzeuger, Ernährer und Familienoberhaupt. Der Vater ist auch Beschützer, Begleiter, Ratgeber und Vertrauter.
Vater-Kind-Beziehungen können von tiefer Liebe, Freundschaft und Vertrauen geprägt sein, aber auch von Ablehnung oder sogar Hass. Manche Menschen schauen ihr Leben lang bewundernd zum Vater auf, andere wollen sich so früh wie möglich von ihm abgrenzen.

Auf die eine oder andere Weise: Väter prägen das Leben ihrer Kinder nachhaltig. Selbst die Abwesenheit eines Vaters, sei es durch Trennung oder Tod, hat Einfluss auf die Entwicklung und den Lebensweg.
Inwiefern prägen die Erfahrungen mit unseren Vätern unser Leben, unsere Persönlichkeit und unser eigenes Verständnis von Familie? Was lernen wir von unseren Vätern? Und wie gelingt es, auch aus traumatischen Erfahrungen gestärkt hervorzugehen?
Dass Kabarettist Werner Schneyder und sein Sohn Achim Schneyder in trauter Zweisamkeit im NACHTCAFÈ sitzen, ist gar nicht so selbstverständlich. Ihre Vater-Sohn-Beziehung war lange Zeit eine sehr komplizierte und von Ablehnung geprägt. „Das Hauptdilemma war, dass ich nie da war “, so Werner Schneyder. Und wenn er schließlich mal zuhause war, wollte sich sein Sohn partout nichts sagen lassen: „Ich habe meinen Vater gefragt, was willst Du eigentlich hier?“, erklärt Achim Schneyder. Erst vor rund zehn Jahren führten verschiedene Ereignisse dazu, dass Vater und Sohn heute beste Freunde sind.

Für Niklas Frank ist jede Versöhnung mit seinem toten Vater ausgeschlossen. Sein Vater Hans Frank war Hitlers Anwalt und im Nazi-Regime als Generalgouverneur von Polen verantwortlich für eine beispiellose Schreckensherrschaft mit Millionen Ermordeten. Das Foto des Leichnams des bei den Nürnberger Prozessen gehenkten Vaters trägt sein Sohn immer bei sich. „Ich muss mir sicher sein“, sagt Frank, „dass er wirklich tot ist.“

Traumatisiert durch den Vater ist Susanne Jensen, der sie ihre gesamte Kindheit über sexuell missbrauchte und quälte. Die heutige Pastorin war bereits im Erwachsenenalter, als die frühkindlichen Erlebnisse durchbrachen und zu einem Zusammenbruch und mehreren Therapien führten. Auch durch radikale Veränderungen ihres Aussehens versucht Jensen, die Hoheit über ihr Leben zurück zu gewinnen: „Eine Versöhnung mit meinem Vater wird es niemals geben“.

Ganz anders die Vaterbeziehung von Christine Boock, die ihren Vater zeitlebens als guten und weisen Ratgeber bewunderte. Gleichzeitig war er aber auch unnahbar, verlor nie ein Wort über seine Gefühle. Doch als er nach einem Schlaganfall pflegebedürftig wurde, veränderte sich die Beziehung noch einmal auf eine Weise, die Christine Boock nie für möglich gehalten hätte: „Durch seine Hilflosigkeit kam es zu einer emotionalen Zugänglichkeit, die ich mir immer gewünscht hatte.“

Claudia Hoffmanns Vater war immer für seine Tochter da und stand ihr stets mit Rat und Tat zur Seite, ganz besonders in der dunkelsten Stunde ihres Lebens: Als ihr Ehemann unerwartet verstarb, blieb sie alleine mit zwei kleinen Kindern und einem Berg Schulden zurück. Ihr Vater unterstützte sie und wurde zum Retter in der Not: „Ohne meinen Vater hätte ich nicht überlebt.“

Wie nachhaltig frühe familiäre Erfahrungen das weitere Leben prägen, das weiß Prof. Michael Wirsching als Psychotherapeut und Professor an der Universitätsklinik Freiburg aus jahrzehntelanger Praxis. „Eine gelungene Vater-Kind-Beziehung muss früh beginnen“, erklärt Wirsching, „entscheidend ist, ob der Vater eine emotionale Bindung aufbauen kann.“

 

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Zuletzt geändert am: 08.03.2016 um 12:55

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| Seite zuletzt geändert am: 10.12.2017, 19:13 von Administrator |