GfGR-online-Stammtisch am 17.01.2022 ab 19.30 Uhr online

GfGR-online-Stammtisch am 17.01.2022 ab 19.30 Uhr online

Mit Meister Eckhart gelassen zum Grund des Lebens finden

Anmeldung/Infos per Mail an stammtisch(at)glaubensreform(dot)de


Update 14.01.22: Liebe Interessierte am Stammtisch, hier noch ein interessanter Link zum Stammtischthema:
Deutschlandfunk: Tag für Tag – 14.01.2022 – komplette Sendung
Wer nicht alle Texte lesen will, erfährt in diesem Beitrag auch Wesentliches über die Mystik.
Mit herzlichen Grüßen aus dem kalten, aber sonnigen Bayern,
Cornelia Schmieg

Update 15.01.2022: Hier kommt noch ein Link zu dem Thema: SWR: Prophet der Achtsamkeit – Wer war Meister Eckhart?


„Hier ist Gottes Grund mein Grund und mein Grund Gottes Grund. Hier lebe ich aus meinem Eigenen, wie Gott lebt aus seinem Eigenen. Wer in diesen Grund je für einen Augenblick hineinschaute, diesem Menschen sind tausend Mark roten, geprägten Goldes wie ein falscher Heller.“ ...

Dieses sagte Meister Eckhart (1260-1328) in einer seiner Deutschen Predigten. Er war Thüringer aus Tambach bei Gotha. Mit 15 Jahren wurde er in den Erfurter Dominikanerkonvent aufgenommen. Wie bei Martin Luther begann in Erfurt sein theologisches Wirken. Er fungierte später als Prior seines Klosters und war als Vikar

seines Ordens zu Fuß tausende von Kilometern in deutschen Landen unterwegs, um Klöster zu leiten, zu reformieren und zu visitieren. Mit 42 Jahren wurde er Theologieprofessor an der Pariser Universität. Weitere Stationen seines Lebens waren Straßburg und Köln. Er gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der christlichen Mystik. Und er war ein Sprachkünstler. Von ihm stammt der heute so oft verwendetet Begriff der Gelassenheit. In seinen letzten Lebensjahren wurde gegen ihn ein Inquisitionsprozess eingeleitet.
Der damalige Pabst urteilte, dass 28 seiner Sätze nicht mit dem christlichen Glauben vereinbar seien. Er sagte aber nicht, dass es Meister Eckhart mit der Mystik übertrieben habe. Er habe nur mehr wissen wollen, als es sich gehört. Seine Verurteilung erlebte Meister Eckhart nicht mehr. Er war während des Verfahrens im ungefähren Alter von 68 Jahren verstorben. Seine Werke und Predigten gerieten zum Teil in Vergessenheit, wurden erst im 19. Jahrhundert wiederentdeckt und in viele andere Sprachen übersetzt. Heute zählt er zu den weltweit bekanntesten Mystikern.
Es gibt eine Meister-Eckhart-Gesellschaft und seit 2001 sogar einen Meister-Eckhart-Preis, der alle zwei Jahre verliehen wird. Dabei handelt es sich um einen deutschen Wissenschaftspreis mit den Personen geehrt werden, die sich in ihren Arbeiten mit den Widersprüchen der persönlichen, sozialen und interkulturellen Identität des Menschen auseinandersetzten und die durch ihr Wissen und Wirken einen Diskurs in einer breiten Öffentlichkeit anstoßen. Über dieses Thema wollen wir während des digitalen Stammtisches der GfGR am 17.01.2022 um 19:30 Uhr miteinander reden.

Dazu lade ich Sie herzlich ein.
Hans-Jürgen Günther, Rudolstadt

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Texte zum GfGR-Stammtisch 17.01.2022

application/pdf Einladung_zum_digitalen_Stammtisch.pdf 153.12 KB 10.01.2022 07:27
application/pdf Meister_Eckhart_-_aus_seinen_Deutschen_Predigten.pdf 90.13 KB 10.01.2022 07:27
application/pdf Meister_Eckhart_-_Person_und_Lehre.pdf 136.06 KB 10.01.2022 07:27
application/pdf Mystik.pdf 166.16 KB 10.01.2022 07:27
application/pdf Wie_wäre_es_.........pdf 179.84 KB 10.01.2022 07:27