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Der friedliche Kampf für den Frieden ist kein Randthema des Glaubens

02.04.2018
Aktuelles >>

Der folgende Text ist ein Auszug aus einer Rede, die Clemens Ronnefeldt am 2. April 2018 in Bregenz am Bodensee bei einem Treffen des „Bodensee-Friedensweges“ gehalten hat. Der Bodensee-Friedensweg ist aus dem Bodensee-Ostermarsch entstanden, der 1988 zum ersten Mal stattgefunden hat. Clemens Ronnefeldt ist seit 27 Jahren Referent für Friedensfragen des Internationalen Versöhnungs¬bundes, der 1914 in Konstanz bei einer Konferenz zur Verhinderung des Ersten Weltkrieges gegründet wurde.
„Der Weg hin zu mehr Gerechtigkeit und Frieden geht nicht ohne Konflikte und die Bildung von Gegenmachtstrukturen.
Noch selten in der Geschichte haben Privilegierte ihre Privilegien freiwillig abgegeben. Soziale Verbesserungen und Maßnahmen wie die Abschaffung der
Sklaverei oder die Überwindung von Rassendiskriminierung erforderten lange gewaltfreie Kampagnen.
Auch der Stopp und die Überwindung des Rüstungswettlaufs und der Institution Krieg wird unseren langen Atem brauchen!
Lernen können wir von Mahatma Gandhi und seinem Freiheitskampf in Indien, der einmal sagte: ‚Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.‘ (http://www.zeit-und-wahrheit.de/gandhi-zitat-zuerst-ignorieren-sie-dich-13291/).
Im Fall der Überwindung des Rüstungswettlaufs und des Krieges wird dieser Sieg ein doppelter sein: Errungen auch für alle Menschen, die derzeit noch ihre
Intelligenz und ihre Arbeitskraft in den Dienst todbringender Waffen stellen - aus welchen persönlichen Gründen und Zwängen heraus auch immer. Auch für
sie wird es ein "Gewinn" sein, wenn sie irgendwann statt zerstörender Panzer zum Beispiel lebensdienliche Nahverkehrssysteme bauen.
Eines der größten Hoffnungszeichen in den USA sind für mich die Hunderttausenden Schülerinnen und Schüler, die vor gut einer Woche gegen die Waffenlobby, für schärfere Waffengesetze und ihr Recht auf Sicherheit und Leben an Schulen demonstriert haben.“
Frieden und Gerechtigkeit sind keine der Politik vorbehaltenen Themen. Vom „Weihnachtsevangelium“ angefangen gehört das Eintreten für den Frieden zwischen Einzelnen und Völkern zum Wesen des Christseins. Die „Friedens-stifter“ hat Jesus als Söhne und Töchter Gottes bezeichnet (Matthäus 5,9). Er hat den alten, dem Einen Gottgesandten vorbehaltenen Titel Gottessohn in den Plural gesetzt, weil er wusste, dass Frieden nichts ist, was einer allein schaffen kann – auch kein Messias. Der friedliche Kampf für den sozialen und politischen Frieden ist also ein wesentlicher Teil des christlichen Glaubens und nicht „nur“ der christlichen Ethik. Glaube ohne Friedensethik kann sich auf Jesus nicht berufen.
Ich bin unserem Mitglied, Christa Wendling, dankbar, dass sie mich auf die Rede von C. Ronnefeldt hingewiesen hat, und gebe diesen Hinweis an die Leserinnen und Leser unserer Homepage weiter. Das Gandhi-Zitat kann über sein primäres Ziel, den Kampf für politische Freiheit, hinaus uns auch im Kampf für eine Glaubensreform Mut machen. Denn beide Ziele gehören in den Horizont hinein, den die Liebe Gottes zum Leben eröffnet.

Berg, 1.4.2018 Klaus-Peter Jörns

 

Zuletzt geändert am: 02.04.2018 um 16:11

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© 2018 Gesellschaft für eine Glaubensreform e.V.
| Seite zuletzt geändert am: 03.04.2018, 09:56 von Ulrike Fries-Wagner |