zur Person:

Friedhelm Zubke

Friedhelm Zubke

Prof. Dr. rer. pol. Dr. phil habil., geb. am 6. 11. 1938

Bis zu meiner Versetzung in den Ruhestand am 1. April 2004 habe ich als Pädagoge das Fach Allgemeine Pädagogik vertreten: bis 1998 an der Universität Göttingen, danach 5 ½ Jahre lang an der Universität Hannover.

Einladungen zu Vorträgen und Arbeitsaufenthalten nahm ich in der Volksrepublik Polen, in Schweden und Japan wahr. 1992/1993 war ich zwei Semester lang an die Universität Halle abgeordnet.

Neben den Themen Bildungstheorie, Bildungspolitik, Bildungsrecht gehörten Fragen der Ethik und Moral zu meinen Interessensgebieten in Lehre und Forschung.

Nach meiner Pensionierung intensiviere ich meine Beschäftigung mit Religion und Philosophie. Aus dieser Arbeit sind folgende Bücher entstanden:

  • „Motive moralischen Handelns in Lessings >Nathan der Weise<“. Göttingen 2008.
  • „Hoffen und zweifeln an der Kirche. Religiöse Reflexionen eines Nicht-Theologen.“ Frankfurt /Main 2011.
  • „Kirche und Aufklärung zwischen Tradition und Aufbruch“. Frankfurt /Main 2014

Texte von Friedhelm Zubke

Denkschrift des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zur Familie von 2013 17.03.2015

Denkschrift des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zur Familie von 2013

2010 setzte der Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) eine Ad-hoc- Kommission mit dem Auftrag ein, „die kirchliche Perspektive zur Familienpolitik zu beraten.“ (S. 8 1 ) Zu Reformen der Politik hatte die Kirche als Institution vorher offiziell nicht Stellung bezogen. Wenn sie ihren Anschluss an der gesellschaftlichen Weiterentwicklung von Ehe und Familie behalten wollte, dann war es für sie überfällig geworden, öffentlich auf Veränderungen zu reagieren. Ganzer Text als PDF

Am Anfang war das Schweigen 28.01.2015

Am Anfang war das Schweigen

Am Anfang war das Schweigen
Der Umgang der Evangelischen Kirche mit Problemen

„Am Anfang war das Schweigen“. Diesem Motto folgt die Evangelische Kirche oft, wenn die Öffentlichkeit von ihr eine Stellungnahme zu aktuellen Themen oder zu nicht aufgearbeiteten Problemen ihrer eigenen Geschichte erwartet. Im Laufe ihrer Geschichte ist immer der Standpunkt vertreten worden, Kirche habe sich auf die Verkündigung der biblischen Botschaft zu  konzentrieren, von Politik habe sie sich fernzuhalten. Diese Position geht von der Annahme aus, kirchliche Verkündigung sei von Politik, Gestaltung und Mitgestaltung eines Gemeinwesens, fernzuhalten. Mit dieser Sicht verweigert sich die Kirche, ihre gesellschaftliche Funktion wahrzunehmen, die sich aus ihrer Institutionsstruktur ergibt. Ganzer Text als PDF

Ersatzlose Streichung der Dogmen als langfristiges Ziel 17.08.2013

Ersatzlose Streichung der Dogmen als langfristiges Ziel

In seinem Bericht über die Arbeit des Vorstands der „Gesellschaft für eine Glaubensreform“
(GfGR) trug Herr Jörns bei der Jahresversammlung am 17. Juni 2013 eine These vor, die ich
erst nach längerem Durchdenken in ihrem ganzen Ausmaß würdigen kann. Die These lautete:
Wir haben ein Dogma: Wir haben kein Dogma ... Ganzer Text als PDF

Literatur

Kirche und Aufklärung zwischen Tradition und Aufbruch

Kirche und Aufklärung zwischen Tradition und Aufbruch

Der überwiegende Teil der Evangelischen und Katholischen Kirche ist in Formen der Tradition gefangen. Diese rückwärtsgewandte kirchliche Verkündigung erreicht viele Menschen des 21. Jahrhunderts mit ihren Erfahrungen nicht mehr. Auf Religionskritik der Aufklärung hat die Kirche ebenso halbherzig reagiert wie auf Initiativgruppen, die seit Jahrzehnten für eine Veränderung eintreten. Die Institution Kirche muss ihre Funktion als Teil der Gesellschaft annehmen. Diese Themenstellungen greift das Buch auf. Es drängt auf die Umsetzung aktueller Forderungen der Aufklärung und tritt dafür ein, dass Aufklärung zu einem Bestandteil kirchlicher Arbeit wird. Kirche muss prüfen, inwieweit Entwürfe zur gesellschaftlichen Erneuerung und Weiterentwicklung auch von ihr umzusetzen sind.