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"Frühchristliches" Abendmahl (Ev. Kirchengemeinde Dießen)

Wie bei uns Abendmahl gefeiert wird

 

Nach Lektüre der Schriften von Eugen Biser und Klaus-Peter Jörns
und der Teilnahme einiger Gemeindemitglieder an einem von Pfarrer Dr. Jörns in der Evangelischen Gemeinde von Berg am Starnberger See gehaltenen Gottesdienst mit neu gestaltetem Abendmahl, hat der Gesprächskreis bei der Evangelischen Gemeinde in Dießen am Ammersee eine neue Liturgie für das Abendmahl erarbeitet, die ebenfalls Abstand nimmt von dem paulinischen Gedanken eines Sühneopfers Jesu. Diese hier frühchristlich genannte Liturgie soll die herkömmliche Feier des Abendmahles nicht verdrängen, aber von Zeit zu Zeit im Sonntags-gottesdienst angeboten werden, damit die Gemeinde damit ihre Erfahrungen machen kann. In der Dießener Friedenkirche wurde dieses neue Abendmahl im November 2012 sowie im April und Dezember 2013 gefeiert. Es wurde als befreiend empfunden und als ein Anlaß, die Gemeinschaft mit Jesus als dem Verkünder des liebenden Gottes neu zu spüren.
Die hierbei gebrauchte Liturgie soll daher auch anderen Gemeinden zur eigenen Prüfung mitgeteilt werden.

Dießen am Ammersee, im Frühjahr 2014.

(Autor: Dr.jur. Christian Greiff)

 

 

Frühchristliches Abendmahl

Die Liturgie

Aus Liebe hat uns Gott geschaffen. Wir haben Anteil an seinem Leben, zusammen mit allen anderen Geschöpfen. Was wir ihm und unseren Mitgeschöpfen schuldig geblieben sind, das tut uns herzlich leid.
Wir bitten Gott um Vergebung, und wir sind bereit, auch unseren Schuldigern zu vergeben. Ja, wir haben als Gottes Kinder die Vollmacht erhalten, uns einander gegenseitig Gottes Vergebung zuzusprechen.
Denn Jesus spricht:


„Wenn ihr jemandem die Sünden vergebt, sind sie ihm vergeben.“

Die am Gottesdienst teilnehmen, gehen aufeinander zu und geben sich ein Zeichen des Friedens, der Nähe oder der Geschwisterlichkeit.

Nun laßt uns das Abendmahl feiern.

„Jesus predigte das Evangelium Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist herbeigekommen“. Zum sichtbaren Zeichen für das Reich Gottes hielt er immer wieder Tischgemeinschaft mit den Menschen. Auch wir dürfen Tischgemeinschaft mit Jesus feiern und erinnern uns dafür an das Abendmahl, das er in der Osterwoche in Jerusalem gehalten hat.

Am Abend vor seinem Tod hielt Jesus mit denen, die ihm nahe waren, das letzte gemeinsame Mahl.

Er nahm das Brot, dankte, brach’s, gab es den Seinen und sprach:
„Nehmt und esset Brot des Lebens aus meinen Händen“.

Dann nahm er den Kelch mit Wein, dankte, gab ihnen den und sprach:
„Nehmt und trinket die Frucht des Weinstocks, die Liebesgabe Gottes“.

Und sie tranken alle daraus.

Bei dem Mahl sprach Jesus:
„Sooft ihr künftig von den Lebensgaben Gottes esst und trinkt und meiner gedenkt, bin ich in eurer Mitte“.

Laßt uns beten, wie der Herr es uns gelehrt hat: Vaterunser

Kommt nun, denn es ist alles bereit.

Der Korb mit Brot wird im Kreis der Abendmahlsgäste weitergereicht, jeweils mit den Worten:
„Brot des Lebens für dich“.

Darauf wird der Kelch mit Weißwein im Kreise weitergereicht, jeweils mit den Worten:
„Gottes Liebe für dich“.

Herr Jesus, wir danken dir für die Gaben, mit denen du Leib und Seele ernährst. Wir haben sie empfangen als Zeichen deiner Liebe und Nähe, als Zeichen des Reiches Gottes unter uns. Wie du zu den Menschen gingst und das Brot mit ihnen brachst, so bist du auch hier in unserer Mitte, wenn wir beim Abendmahl deiner gedenken. Denn du bist auferstanden vom Tode.
Du hast gesagt:

„Ich will euch wiedersehen und euer Herz soll sich freuen“.

An deiner Auferstehung im Osterlicht haben wir Anteil. Wir werden durch unseren Tod hindurch mit dir verbunden bleiben.
Du willst das Abendmahl neu mit uns feiern, wie du gesagt hast:
„Ich werde nicht mehr vom Gewächs des Weinstocks trinken bis an den Tag, da ich’s neu trinken werde mit euch in meines Vaters Reich“.

O Herr, so bleibe bei uns heute, und bis ans Ende unserer Tage, und geleite uns gnädig dann zu dir in dein Reich.

Amen.

Segen.

 

(Autor: Dr.jur. Christian Greiff)

 

Autor

Dr. Christian Greiff

 

 


 

© 2017 Gesellschaft für eine Glaubensreform e.V.
| Seite zuletzt geändert am: 20.02.2017, 17:34 von Ulrike Fries-Wagner |